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Schadet Bewegung dem Gelenk bei Arthrose?

Nein — das Gegenteil ist belegt. Knorpel wird nicht durchblutet, er ernährt sich über Bewegung: Belastung und Entlastung pumpen die Gelenkflüssigkeit hinein. Kraft- und Ausdauertraining verringern bei Knie- und Hüftarthrose Schmerzen und verbessern die Funktion so gut wie Schmerzmittel, ohne Nebenwirkungen. Was schadet, ist Stillstand: Muskeln werden schwächer, das Gelenk verliert Halt, der Schmerz wächst.

„Schonen Sie das Gelenk“ ist einer der teuersten Sätze in der Arthrosebehandlung. Er kostet Muskeln, Beweglichkeit — und am Ende oft das Gelenk.

Was Bewegung mit dem Knorpel macht

  • Knorpel hat keine Blutgefäße. Nährstoffe kommen aus der Gelenkflüssigkeit — und die wird durch Be- und Entlastung in den Knorpel gedrückt.
  • Kräftige Muskeln um das Gelenk nehmen Stöße auf und führen das Gelenk in seiner Bahn. Schwache Muskeln lassen den Knorpel die Arbeit allein machen.
  • Große Studien zeigen: Zwölf Wochen Training senken den Arthroseschmerz im Schnitt ähnlich stark wie Ibuprofen — dauerhaft.

Welche Bewegung

Krafttraining für Oberschenkel und Hüfte, zwei- bis dreimal die Woche, dazu Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen. Schmerz während des Trainings bis 5 von 10 ist erlaubt, wenn er bis zum nächsten Tag abklingt. Wir stellen das Programm zusammen, begleiten die ersten Wochen in der Krankengymnastik am Gerät und passen an, was das Gelenk verträgt. Der Kurs Rückenfit und das Functional Training sind der Anschluss danach.

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