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07 Out of Direction?

Sinn & Selbstwirksamkeit

Sinn und Selbstwirksamkeit ist der Unterschied zwischen „mir wird geholfen" und „ich kann etwas tun". Wer versteht, was mit dem eigenen Körper los ist, und weiß, womit sich das beeinflussen lässt, kommt besser durch — und braucht uns am Ende seltener. Das ist das erklärte Ziel.

Der Unterschied zwischen „mir wird geholfen“ und „ich kann etwas tun“.

Die letzte Säule ist die, auf die alle anderen zulaufen.

Worum es geht

Selbstwirksamkeit heißt: die begründete Erwartung, mit einer Sache umgehen zu können. Bei Schmerz gehört sie zu den stärksten Faktoren dafür, wie es weitergeht — stärker als mancher Befund im Bild. Wer glaubt, ausgeliefert zu sein, erlebt mehr Beschwerden und schont mehr. Wer weiß, was er tun kann, bewegt sich mehr und kommt eher zurück.

Das lässt sich beeinflussen, und zwar durch zwei Dinge: verstehen, was los ist. Und Erfahrungen machen, die zeigen, dass sich etwas bewegt.

Woran du merkst, dass es um diese Säule geht

  • Du hast viele Behandlungen hinter dir und trotzdem das Gefühl, nichts in der Hand zu haben.
  • Du hast Angst vor bestimmten Bewegungen, seit dir jemand etwas über deine Bandscheibe gesagt hat — siehe Ischias und Bandscheibe.
  • Du weißt nicht, was du selbst tun kannst, und wartest deshalb auf den nächsten Termin.
  • Du bist fit, aber ohne Richtung — es fehlt nicht die Kraft, sondern das Warum.
Am Anfang tragen wir viel. Gut gelaufen ist es, wenn am Ende das meiste von selbst steht.

Was wir dabei tun

Erklären, in normalen Worten, und zwar so, dass du es jemand anderem weitererzählen könntest. Auf jeder Beschwerdeseite steht deshalb ein Abschnitt „Was du selbst tun kannst“, und im Termin ist das kein Anhängsel am Schluss.

Und: ehrlich sein, wenn etwas nicht in unser Feld gehört oder wenn eine Behandlung nichts gebracht hat. Vertrauen entsteht nicht daraus, dass jemand immer eine Lösung hat.

Der Maßstab

Eine Behandlung ist dann gut gelaufen, wenn du sie irgendwann nicht mehr brauchst. Das ist bei länger bestehenden Beschwerden nicht immer erreichbar — aber es ist die Richtung, in die wir arbeiten, und der Grund, warum wir dir Übungen mitgeben statt Folgetermine zu verkaufen.

Der Weg dahin

Drei Schritte, in denen du das Steuer übernimmst.


  1. Verstehen

    Was mit deinem Körper los ist, in normalen Worten — so, dass du es weitererzählen könntest. Auf jeder Beschwerdeseite steht deshalb „Was du selbst tun kannst“.


  2. Üben

    Erfahrungen, die zeigen, dass sich etwas bewegt: Übungen aus dem Termin, Videos für zu Hause, Kurse in der Gruppe, Training am Gerät.


  3. Selbst steuern

    Du weißt, woran du merkst, dass es kippt — und was du dann tust. Der Maßstab: weniger Termine, nicht mehr.

Online-Mediathek

Übungen zum Mitmachen — für zu Hause, kostenlos.

Selbstwirksamkeit heißt: Du hast etwas in der Hand, wenn wir nicht dabei sind. Die tägliche Bewegungsroutine als Videoreihe und 11 kurze Übungen nach Körperregion — aus der Praxis, ohne Geräte.

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