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Kann Schwindel vom Nacken kommen?

Ja, aber erst, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind. Die oberen Halswirbel liefern dem Gleichgewichtssystem Informationen über die Kopfstellung; sind Gelenke und Muskeln dort gereizt, passen die Meldungen nicht zu Augen und Innenohr — es schwankt, besonders bei Kopfbewegungen, mit steifem Nacken. Drehschwindel mit Übelkeit, Hörverlust, Doppelbilder oder Sprachstörungen sind keine Nackensache und gehören zum Arzt oder in die Notaufnahme.

Zervikogener Schwindel ist eine Ausschlussdiagnose — das heißt: erst wenn Innenohr, Kreislauf und Neurologie unauffällig sind, kommt der Nacken dran. Dann aber oft mit gutem Erfolg.

Typisch für Schwindel aus dem Nacken

  • Schwanken, Unsicherheit, „wie auf einem Boot“ — kein Drehen
  • Kommt mit Kopfbewegungen, langem Sitzen, nach Nackenverspannung oder nach einem Schleudertrauma
  • Nacken ist steif, druckempfindlich, Kopfschmerz oft dabei
  • Hören ist normal, keine Übelkeit bis zum Erbrechen

Was zuerst abgeklärt gehört

  • Drehschwindel mit Übelkeit — Innenohr, oft gutartiger Lagerungsschwindel, mit Lagerungsmanövern gut behandelbar
  • Plötzlicher Schwindel mit Doppelbildern, Sprach- oder Gefühlsstörungen — Notaufnahme
  • Schwindel beim Aufstehen — Kreislauf, Medikamente

Nach der Abklärung behandeln wir die obere Halswirbelsäule mit sanfter Mobilisation und osteopathischen Techniken, lösen die tiefen Nackenmuskeln und trainieren Blick- und Kopfkontrolle. Auch beim gutartigen Lagerungsschwindel können wir helfen — mit den Lagerungsmanövern, die die Kristalle im Innenohr zurücksetzen.

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