Das Aufwachen um drei ist so verbreitet, dass es fast jeder kennt. Es ist kein Defekt, sondern ein Zeitpunkt — der schwächste Punkt der Nacht, an dem jede Anspannung durchkommt.
Was um diese Zeit passiert
- Der Schlafdruck aus dem Tag ist abgebaut, die tiefen Schlafphasen sind vorbei — der Schlaf wird leichter.
- Cortisol beginnt zu steigen, um den Körper auf den Morgen vorzubereiten. Bei Stress startet es früher und höher.
- Blutzuckerschwankungen nach spätem Essen oder Alkohol können einen Weckreiz setzen.
Was hilft
- Jeden Tag zur selben Zeit aufstehen — auch am Wochenende. Das stabilisiert die innere Uhr mehr als jede Einschlafregel.
- Morgens zehn Minuten Tageslicht, abends wenig Licht.
- Kein Alkohol als Einschlafhilfe: Er hilft beim Einschlafen und weckt dich um drei.
- Wachliegen nicht bekämpfen: Wer nach 20 Minuten nicht schläft, steht auf, liest bei schwachem Licht, kommt zurück.
Osteopathisch arbeiten wir an Atmung, Zwerchfell und Nervensystem — der körperlichen Seite der Anspannung. Bleibt der Schlaf über Wochen gestört, lohnt eine Blutuntersuchung auf Schilddrüse, Eisen, Blutzucker und Vitamin D; die geht bei uns im Haus. Wer neben Schlafproblemen auch Antrieb und Stimmung verliert, sollte das mit dem Hausarzt besprechen.
