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Nachts schlafen mir Arme und Hände ein — was ist das?

Meist ein Nerv, der auf seinem Weg vom Nacken zur Hand Platz braucht und nachts eingeengt wird: im Karpaltunnel (Daumen bis Mittelfinger, Ausschütteln hilft), am Ellbogen (Ringfinger und kleiner Finger), zwischen Nacken und Schlüsselbein (ganzer Arm, beim Arm-über-Kopf-Schlafen) oder an der Halswirbelsäule. Die Schlafposition ist der Auslöser, die Enge die Ursache — und die ist mit Manueller Therapie, Nervengleitübungen und Haltungsarbeit gut behandelbar. Beidseitiges Einschlafen mit Gangunsicherheit gehört zum Neurologen.

Eingeschlafene Hände beim Aufwachen kennt fast jeder gelegentlich. Wenn es jede Nacht passiert, lohnt es sich, den Weg des Nervs abzugehen — von oben nach unten.

Wo der Nerv eingeengt sein kann

  • Halswirbelsäule: bandförmiges Kribbeln in einen Finger oder Bereich, oft mit Nackenschmerz, durch Kopfhaltung veränderbar.
  • Zwischen Nacken und Schlüsselbein: ganze Hand oder ganzer Arm, vor allem bei Armen über dem Kopf; verspannte Halsmuskeln, hängende Schultern.
  • Ellbogen: Ringfinger und kleiner Finger — der Ellennerv beim Schlafen mit gebeugten Armen.
  • Karpaltunnel: Daumen, Zeige- und Mittelfinger, nachts, Ausschütteln hilft.

Was wir tun

Wir testen die Nervenbahn mit Spannungs- und Provokationstests und finden die Engstelle. Behandlung: Mobilisation von Halswirbelsäule, erster Rippe und Schultergürtel, Lösen verspannter Muskeln, Nervengleitübungen und eine Schlafposition, die den Arm nicht abklemmt. Bei anhaltender Taubheit, Kraftverlust oder beidseitigen Symptomen mit Gangunsicherheit schicken wir dich zur neurologischen Abklärung.

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