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Achillessehne gereizt — darf ich weiterlaufen?

Meist ja, aber anders. Eine gereizte Achillessehne braucht Belastung, um zu heilen — nur die richtige Dosis. Als Faustregel: Schmerz bis 3 von 10 während des Laufens, der bis zum nächsten Morgen wieder weg ist, ist in Ordnung. Dazu gehört ein Kraftprogramm für die Wade (Fersenheben, langsam, mit Gewicht), das über zwölf Wochen die Sehne belastbarer macht. Komplettes Aussetzen macht sie schwächer.

Läufer:innen mit Achillessehnenproblemen bekommen oft den Rat, „mal Pause zu machen“. Nach der Pause ist die Sehne genauso gereizt — und schwächer.

Die Ampel fürs Laufen

  • Grün: Schmerz 0–3 von 10, am nächsten Morgen nicht schlechter → Laufen ok, Umfang halten.
  • Gelb: Schmerz 4–5, morgens steifer als sonst → Umfang und Tempo reduzieren, keine Bergläufe, keine Intervalle.
  • Rot: Schmerz über 5, Hinken, tagsüber schlechter → Laufpause, Kraftprogramm weiter, Befund.

Was die Sehne wirklich braucht

Langsames, schweres Fersenheben — beidbeinig hoch, einbeinig runter, über eine Stufe, mit zunehmendem Gewicht, drei Mal pro Woche über drei Monate. Das ist die am besten belegte Behandlung. Wir prüfen zusätzlich Fuß, Hüfte und Laufstil, behandeln die Wade manuell und begleiten den Wiedereinstieg. Eine plötzlich „gerissene“ Sehne mit Knall und Kraftverlust ist ein Notfall — dann sofort in die Klinik.

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