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Mein Baby drückt und presst, hat Blähungen — ist das Verstopfung?

Meist nicht. Bei Säuglingen ist das Pressen, Rotwerden und Schreien beim Stuhlgang oft die sogenannte Säuglingsdyschezie: Das Baby hat noch nicht gelernt, Bauchpresse und Beckenboden zu koordinieren — es drückt gegen einen geschlossenen Beckenboden. Der Stuhl ist weich, das Baby gedeiht. Verstopfung liegt vor, wenn der Stuhl hart und trocken ist. Was hilft: Beine anwinkeln, Bauchmassage, Wärme, Geduld; osteopathisch Zwerchfell, Bauch und Becken lösen.

Es sieht dramatisch aus: Das Baby wird rot, presst, schreit — und dann kommt weicher Stuhl. Das ist bei jungen Säuglingen meist Lernen, keine Krankheit.

Dyschezie oder Verstopfung?

  • Dyschezie: minutenlanges Pressen und Schreien, dann weicher oder normaler Stuhl. Typisch in den ersten Monaten. Der Beckenboden macht nicht rechtzeitig auf.
  • Verstopfung: harter, trockener Stuhl, seltener als alle paar Tage, Schmerzen beim Absetzen, manchmal Blutstreifen. Bei gestillten Babys selten.
  • Abklären: aufgetriebener Bauch, Erbrechen, schlechte Gewichtszunahme, kein Stuhl in den ersten Lebenstagen — Kinderärztin.

Was hilft

Beine zum Bauch führen und wieder strecken, Bauchmassage im Uhrzeigersinn, ein warmes Kirschkernkissen, Fliegergriff. Nicht helfen: Thermometer oder Wattestäbchen im Po — das hält das Lernen auf. Osteopathisch lösen wir Spannung an Zwerchfell, Bauchwand, Becken und Kreuzbein, die das Zusammenspiel erschwert. Meist reichen ein bis zwei Termine; der Rest ist Zeit.

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