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Wann muss ein Bandscheibenvorfall operiert werden?

Nur in wenigen Fällen: bei Lähmungen, die zunehmen, bei Störungen von Blase oder Darm, bei Taubheit im Schritt — das sind Notfälle — oder wenn nach sechs bis zwölf Wochen guter konservativer Behandlung der Schmerz unerträglich bleibt. Mehr als neun von zehn Bandscheibenvorfällen werden ohne Operation gut. Der Vorfall selbst wird vom Körper über Monate abgebaut.

Die Frage nach der OP ist die häufigste, die wir zum Bandscheibenvorfall hören. Die Antwort beruhigt meistens.

Sofort operieren

  • Kontrollverlust über Blase oder Darm
  • Taubheit im Bereich zwischen den Beinen (Reithosenanästhesie)
  • Schnell zunehmende Lähmung — Fuß oder Bein wird innerhalb von Tagen schwächer

Operation erwägen

  • Nach sechs bis zwölf Wochen konsequenter Behandlung keine Besserung, Schmerz unerträglich
  • Deutlicher Kraftverlust, der nicht zurückgeht
  • Wiederholte Vorfälle mit Nervenschaden

Nicht operieren

Wegen des Bildes allein. Ein MRT-Befund ohne Lähmung und mit Beschwerden, die sich bessern, ist kein OP-Grund — auch wenn der Vorfall groß aussieht. Große Vorfälle werden sogar besonders zuverlässig abgebaut. Was du brauchst, ist ein Plan: Warnzeichen prüfen, Nerv beruhigen, aufbauen. Das machen wir mit dir.

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