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Hüftschmerz außen, vor allem nachts beim Liegen auf der Seite — was ist das?

Meist eine Reizung der Gesäßsehnen und des Schleimbeutels am großen Rollhügel — heute Gluteale Tendinopathie genannt, früher „Bursitis“. Typisch bei Frauen ab 40, nach mehr Gehen oder Treppen, beim Liegen auf der betroffenen Seite und beim Übereinanderschlagen der Beine. Behandelt wird nicht mit Schonung, sondern mit Kraft für die Gesäßmuskeln, Vermeidung von Druck- und Zugpositionen und manueller Therapie. Spritzen helfen kurz, Training hält länger.

Der Schmerz außen an der Hüfte, der nachts beim Seitenliegen weckt, hat mit dem Hüftgelenk selbst meist nichts zu tun. Er kommt von den Sehnen, die am Knochenvorsprung außen ansetzen.

Was die Sehnen reizt

  • Druck: Liegen auf der Seite, Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen, Stehen mit Hüfte nach außen — die Sehne wird über den Knochen gepresst.
  • Schwäche: Die seitlichen Gesäßmuskeln halten das Becken beim Gehen waagerecht. Sind sie schwach, kippt das Becken, und die Sehne wird bei jedem Schritt gezerrt.
  • Zu viel zu schnell: neuer Laufplan, Bergwanderung, Umzug — die Sehne kommt nicht mit.

Was hilft

Nachts ein Kissen zwischen den Knien, kein Liegen auf der schmerzhaften Seite. Kein Dehnen der Gesäßmuskeln — das drückt die Sehne zusätzlich. Stattdessen Kraft: Brücke, Seitschritte mit Band, einbeiniges Stehen, langsam gesteigert über zwölf Wochen. Wir prüfen zusätzlich Lendenwirbelsäule und Hüftgelenk als andere Absender und behandeln manuell, wo es hilft. Mit Rezept über die Kasse.

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