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Kann die Halswirbelsäule Schwindel verursachen?

Ja. Die oberen Halswirbel liefern dem Gleichgewichtssystem Informationen über die Kopfstellung. Sind sie blockiert oder die Muskeln dort stark verspannt, passen diese Signale nicht mehr zu dem, was Augen und Innenohr melden — es entsteht ein diffuser, schwankender Schwindel, oft mit Nackenschmerz und Kopfschmerz. Drehschwindel mit Übelkeit oder Hörverlust gehört dagegen zuerst zum Arzt.

Der sogenannte zervikogene Schwindel ist kein Drehen wie im Karussell, sondern ein Gefühl von Unsicherheit, Schwanken, „neben sich stehen“ — und er hängt mit dem Nacken zusammen.

Woran du ihn erkennst

  • Kommt zusammen mit Nackenschmerz oder -steife
  • Verstärkt sich bei Kopfbewegungen oder langem Sitzen
  • Kein Hörverlust, kein Ohrgeräusch, keine Übelkeit bis zum Erbrechen
  • Oft nach langer Bildschirmarbeit, Schleudertrauma oder schlechter Schlafposition

Was wir machen

Wir prüfen die Beweglichkeit der oberen Halswirbelsäule, lösen die tiefen Nackenmuskeln, mobilisieren sanft — keine ruckartigen Manipulationen an der Halswirbelsäule ohne klare Indikation — und geben dir Übungen für die Kopfkontrolle. Bei Drehschwindel, plötzlichem Hörverlust, Doppelbildern oder Sprachstörungen: zuerst zum Arzt, das ist keine Nackensache.

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