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Karpaltunnelsyndrom ohne Operation — geht das?

Bei leichten bis mittleren Beschwerden oft ja. Nachtschiene in Neutralstellung, Nervengleitübungen, manuelle Behandlung von Handgelenk, Unterarm und Halswirbelsäule sowie das Anpassen der Belastung bringen viele Hände wieder zur Ruhe. Wenn die Taubheit dauerhaft bleibt, die Daumenballenmuskeln schwächer werden oder eine Nervenmessung deutliche Schäden zeigt, ist die Operation der bessere Weg — dann lieber früher als später.

Kribbelnde Finger nachts, Ausschütteln der Hand, morgens ein tauber Daumen: Das Karpaltunnelsyndrom ist häufig, und die erste Frage ist fast immer die nach der Operation.

Wann konservativ sinnvoll ist

  • Beschwerden bestehen seit Wochen bis wenigen Monaten
  • Kribbeln kommt und geht, vor allem nachts oder nach Belastung
  • Kraft und Muskulatur des Daumenballens sind normal
  • Es gibt einen Auslöser: Schwangerschaft, neue Tätigkeit, viel Handgelenksarbeit

Wann besser operiert wird

  • Taubheit ist dauerhaft, auch tagsüber
  • Der Daumenballen wird flacher, Gegenstände fallen aus der Hand
  • Die neurologische Messung zeigt eine deutliche Verlangsamung des Nervs

Wir behandeln Handgelenk und Unterarm, oft auch die Halswirbelsäule, weil der Mittelnerv auf seinem ganzen Weg Platz braucht. Dazu Nervengleitübungen und eine Nachtschiene, die das Handgelenk gerade hält. Nach vier bis acht Wochen wissen wir, ob der Weg trägt — wenn nicht, sagen wir es und schicken dich zur Abklärung.

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