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Meniskusriss — muss das operiert werden?

Meistens nicht. Bei degenerativen Meniskusrissen — den häufigsten ab 40 — zeigen große Studien, dass Physiotherapie mit Kraft- und Beweglichkeitstraining nach einem Jahr dieselben Ergebnisse bringt wie eine Arthroskopie, ohne Operationsrisiko. Operiert wird, wenn das Knie mechanisch blockiert, ein Korbhenkelriss vorliegt oder bei jungen Menschen ein frischer, gut durchbluteter Riss genäht werden kann.

Ein Meniskusriss im MRT klingt nach Reparaturbedarf. Aber viele Menschen über 40 haben einen — ohne je etwas gespürt zu haben. Entscheidend ist nicht das Bild, sondern das Knie.

Konservativ, wenn

  • der Riss degenerativ ist (ohne Unfall, schleichender Beginn)
  • das Knie sich voll strecken und beugen lässt, nur mit Schmerz
  • keine echte Blockade auftritt — Einklemmen, das sich nicht lösen lässt

Operation, wenn

  • das Knie mechanisch blockiert oder ein Korbhenkelriss vorliegt
  • ein junger Mensch einen frischen Riss in der durchbluteten Zone hat — der lässt sich nähen
  • nach drei bis sechs Monaten guter Physiotherapie keine Besserung eintritt

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