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Warum tut die Lendenwirbelsäule beim Sitzen weh?

Im Sitzen kippt das Becken nach hinten, die Lendenwirbelsäule verliert ihre natürliche Krümmung, und der Druck auf Bandscheiben und die kleinen Wirbelgelenke steigt — vor allem, wenn die Muskulatur müde wird. Nach 30 bis 45 Minuten meldet sich das. Die Lösung ist selten der teure Stuhl, sondern häufiger Aufstehen und ein Rumpf, der das Sitzen mitträgt.

Sitzen ist für die Lendenwirbelsäule keine Katastrophe, aber langes, unbewegtes Sitzen ist es. Die Struktur ist auf Wechsel gebaut.

Was im Sitzen passiert

Das Becken rollt nach hinten, die Lendenlordose flacht ab, die hinteren Anteile der Bandscheiben werden stärker belastet, die tiefen Rückenmuskeln ermüden und schalten ab. Dazu verkürzen die Hüftbeuger, die dann im Stehen die Lendenwirbelsäule ins Hohlkreuz ziehen — das erklärt den Schmerz beim Aufstehen.

Was hilft

  • Alle 30 Minuten aufstehen, 30 Sekunden reichen
  • Ein Kissen oder eine Rolle im Kreuz, damit die Krümmung bleibt
  • Hüftbeuger dehnen, Gesäß und Rumpf kräftigen — das ist das eigentliche Programm
  • Stehen und Sitzen abwechseln, wenn der Arbeitsplatz es hergibt

Wenn der Schmerz auch nachts oder ins Bein zieht, gehört ein Befund dazu.

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