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Hilft Osteopathie bei Migräne?

Sie kann die Anfälle seltener und kürzer machen — nicht heilen. Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit einem überempfindlichen Schmerznetzwerk; Osteopathie setzt an den Verstärkern an: Verspannungen im Nacken, Kiefer und Schultergürtel, die Anfälle auslösen oder verlängern, und am vegetativen Nervensystem. Studien zeigen weniger Migränetage und weniger Medikamentenbedarf. Die neurologische Behandlung bleibt die Basis — wir ergänzen sie.

Migräne ist keine Verspannung. Aber Verspannungen sind bei vielen Betroffenen der Zündfunke — und der lässt sich behandeln.

Wo Osteopathie ansetzt

  • Halswirbelsäule und Hinterhaupt: Gereizte obere Nackengelenke senken die Reizschwelle des Trigeminusnervs — die Migräne springt leichter an.
  • Kiefer: Nächtliches Pressen und Knirschen ist bei Migräne häufig und verstärkt sie.
  • Vegetatives Nervensystem: Craniosacrale und viszerale Techniken zielen auf Zwerchfell, Atmung und Stressregulation — Migräne ist stressempfindlich.

Was du erwarten kannst

Realistisch: weniger Tage mit Migräne, kürzere Anfälle, weniger Triptane — nach vier bis sechs Behandlungen zeigt sich, ob es trägt. Führ ein Kopfschmerztagebuch, dann sehen wir es gemeinsam. Migräne mit Aura, Lähmungen oder Sprachstörungen sowie jede „schlimmste Kopfschmerz meines Lebens“-Attacke gehört zuerst neurologisch abgeklärt.

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