Alle Babys schreien. Manche so viel und so untröstlich, dass der Alltag zusammenbricht. Wo die Grenze liegt, ist weniger wichtig als die Frage: Braucht ihr Hilfe?
Die Dreier-Regel
- mehr als drei Stunden Schreien am Tag
- an mehr als drei Tagen in der Woche
- über mehr als drei Wochen
Was dahinterstecken kann
- Regulationsstörung: Das Nervensystem des Babys findet nach Reizen schwer zurück in die Ruhe.
- Spannung und Asymmetrie nach der Geburt — Vorzugshaltung, Schwierigkeiten beim Stillen, Überstrecken.
- Verdauung: Luft, Reflux, Kuhmilchunverträglichkeit — das klärt die Kinderärztin.
- Erschöpfte Eltern — nicht als Ursache, sondern als Teil des Kreislaufs, der sich hochschaukelt.
Bei uns beginnt jede Behandlung mit einem Gespräch und einer ruhigen Untersuchung: Kopf, Nacken, Brustkorb, Bauch, Becken, mit sanftem Druck, oft während das Baby auf dem Arm ist. Wir behandeln, was wir an Spannung finden, und zeigen euch Griffe für zu Hause. Ein bis drei Termine reichen oft. Und: Wenn ihr am Ende seid, sagt es — Hilfe für Eltern gehört dazu.
