Fast alle, die mit Schulterschmerzen zu uns kommen, erzählen dasselbe: Tagsüber geht es, nachts weckt es sie. Das ist kein Zufall und kein schlechtes Bett.
Was nachts passiert
- Die Muskeln lassen los. Tagsüber halten Rotatorenmanschette und Schulterblattmuskeln den Oberarmkopf in der Mitte. Im Schlaf fehlt diese Spannung, der Kopf rutscht nach oben und drückt auf Sehnen und Schleimbeutel.
- Seitenlage. Auf der betroffenen Seite liegt das Gewicht direkt auf dem Gelenk; auf der anderen Seite hängt der Arm nach vorn und zieht die Kapsel.
- Entzündung hat keinen Feierabend. Eine gereizte Sehne pocht nachts stärker, weil die Ablenkung fehlt und die Durchblutung anders läuft.
Was du tun kannst
Rückenlage mit einem Kissen unter dem Oberarm, damit er nicht nach hinten sinkt; in Seitenlage ein Kissen vor der Brust, auf dem der obere Arm liegt. Kurz vor dem Schlafen keine Überkopfarbeit. Bleibt es länger als zwei bis drei Wochen, lassen wir uns die Schulter ansehen: Impingement, Sehnenreizung und Frozen Shoulder brauchen unterschiedliche Behandlung, und je früher, desto kürzer.
