Zervikogener Schwindel ist eine Ausschlussdiagnose — das heißt: erst wenn Innenohr, Kreislauf und Neurologie unauffällig sind, kommt der Nacken dran. Dann aber oft mit gutem Erfolg.
Typisch für Schwindel aus dem Nacken
- Schwanken, Unsicherheit, „wie auf einem Boot“ — kein Drehen
- Kommt mit Kopfbewegungen, langem Sitzen, nach Nackenverspannung oder nach einem Schleudertrauma
- Nacken ist steif, druckempfindlich, Kopfschmerz oft dabei
- Hören ist normal, keine Übelkeit bis zum Erbrechen
Was zuerst abgeklärt gehört
- Drehschwindel mit Übelkeit — Innenohr, oft gutartiger Lagerungsschwindel, mit Lagerungsmanövern gut behandelbar
- Plötzlicher Schwindel mit Doppelbildern, Sprach- oder Gefühlsstörungen — Notaufnahme
- Schwindel beim Aufstehen — Kreislauf, Medikamente
Nach der Abklärung behandeln wir die obere Halswirbelsäule mit sanfter Mobilisation und osteopathischen Techniken, lösen die tiefen Nackenmuskeln und trainieren Blick- und Kopfkontrolle. Auch beim gutartigen Lagerungsschwindel können wir helfen — mit den Lagerungsmanövern, die die Kristalle im Innenohr zurücksetzen.
