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Wie erkenne ich, ob mein Kind eine Skoliose hat?

Der einfachste Test ist der Vorbeugetest: Das Kind beugt sich mit gestreckten Knien und hängenden Armen nach vorn — bildet sich ein Rippenbuckel oder Lendenwulst auf einer Seite, sollte ein Arzt drauf schauen. Weitere Zeichen: ungleiche Schulterhöhe, ein Schulterblatt steht ab, die Taille ist einseitig tiefer, die Kleidung sitzt schief. Wichtig ist das Alter: In Wachstumsschüben (10–14 Jahre) kann sich eine Skoliose schnell verändern, deshalb lieber einmal zu früh prüfen.

Eine Skoliose tut in der Regel nicht weh — deshalb wird sie oft spät entdeckt. Ein Blick von hinten, einmal im Halbjahr, reicht, um sie früh zu sehen.

Der Vorbeugetest zu Hause

  • Kind steht mit dem Rücken zu dir, Füße zusammen, beugt sich langsam nach vorn, Arme hängen, Knie gestreckt.
  • Du schaust waagerecht über den Rücken: Ist eine Seite höher — ein Rippenbuckel oben oder ein Wulst im Lendenbereich?
  • Ja: Kinderarzt oder Orthopädin, die entscheiden über ein Röntgenbild. Nein: in sechs Monaten wiederholen.

Haltungsschwäche oder Skoliose?

Haltungsschwäche ist ein Muskel- und Gewohnheitsthema: Das Kind kann sich gerade machen, tut es aber nicht — Rundrücken, hängende Schultern, viel Sitzen. Die Skoliose ist eine Verdrehung der Wirbelsäule, die sich nicht willentlich korrigieren lässt. Beides behandeln wir: Haltungsschwäche mit Kraft, Spiel und Bewegung, Skoliose mit spezifischer Physiotherapie (Schroth-Prinzipien), die das Kind selbst anwenden lernt — bei Bedarf in Abstimmung mit der Korsettversorgung. Mit Rezept über die Kasse.

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