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Wie lange dauert ein Tennisarm — und hilft eine Bandage?

Ein Tennisarm braucht Geduld: Ohne Behandlung dauert er oft sechs bis zwölf Monate, mit gezielter Belastungssteuerung und exzentrischem Training meist deutlich kürzer. Eine Bandage (Epicondylitis-Spange) kann die Sehne im Alltag entlasten und ist als Übergang sinnvoll, heilt aber nichts. Was heilt, ist die Sehne wieder an Belastung zu gewöhnen — dosiert, nicht mit Schonung.

Der Tennisarm ist keine Entzündung, auch wenn der Name „Epicondylitis“ das behauptet. Es ist eine überlastete, schlecht heilende Sehne — und Sehnen sind langsam.

Was die Dauer bestimmt

  • Wie lange es schon da ist. Nach wenigen Wochen heilt es schneller als nach einem Jahr Durchhalten.
  • Ob die Ursache bleibt. Maus, Schraubendreher, Griffhaltung beim Sport — wenn das unverändert bleibt, dreht sich die Sehne im Kreis.
  • Ob du belastest. Vollständige Schonung macht die Sehne schwächer. Sie braucht Reize, die sie verträgt — genau das ist exzentrisches Training.

Was wir tun

Wir prüfen zuerst, ob wirklich die Sehne am Ellbogen die Quelle ist — Nacken und Nervenbahnen können denselben Schmerz machen. Dann: Manuelle Therapie am Ellbogen und der Halswirbelsäule, ein Trainingsplan mit langsamen, bremsenden Bewegungen für die Unterarmstrecker, und die Anpassung dessen, was den Arm im Alltag reizt. Eine Spange direkt unter dem Ellbogen kann dabei helfen, tagsüber schmerzärmer zu arbeiten.

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