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Tinnitus und Nacken oder Kiefer — gibt es da einen Zusammenhang?

Bei einem Teil der Betroffenen ja: Der „somatosensorische Tinnitus“ lässt sich durch Bewegungen des Kiefers oder Nackens, Druck auf bestimmte Muskeln oder Zähnepressen verändern — lauter, leiser, anderer Ton. Dann sind Kaumuskulatur, Kiefergelenk und obere Halswirbelsäule mit im Spiel, und deren Behandlung kann das Ohrgeräusch leiser oder erträglicher machen. Ein neu aufgetretener Tinnitus gehört zuerst zum HNO-Arzt.

Tinnitus entsteht im Hörsystem — aber das Hörsystem hat Nachbarn, die mitreden. Bei manchen lässt sich der Ton mit dem Kiefer regelrecht steuern.

Der Selbsttest

  • Beiß die Zähne fest zusammen — wird der Ton lauter oder anders?
  • Dreh den Kopf ganz nach rechts und links, leg das Kinn auf die Brust — ändert sich etwas?
  • Drück auf die Kaumuskeln an der Wange oder den Nacken direkt unter dem Schädel — reagiert das Ohr?

Wenn ja, ist dein Tinnitus wahrscheinlich somatosensorisch beeinflussbar. Wir behandeln dann Kaumuskeln, Kiefergelenk und die obere Halswirbelsäule — manuell und osteopathisch — und arbeiten am nächtlichen Pressen. Ziel ist nicht Stille, sondern weniger Lautstärke und weniger Aufmerksamkeit für den Ton. Ein plötzlich neuer Tinnitus, vor allem mit Hörminderung, gehört innerhalb von Tagen zum HNO — das ist wichtiger als jede Behandlung bei uns.

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