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Warum dreht mein Baby den Kopf immer nur zu einer Seite?

Meist, weil eine Seite des Nackens nach Schwangerschaft oder Geburt straffer ist als die andere — durch enge Lage in der Gebärmutter, eine lange Austreibungsphase, Saugglocke oder einen Kaiserschnitt mit Zug am Kopf. Das Baby dreht dorthin, wo es leichter geht. Osteopathisch lässt sich diese Asymmetrie meist in wenigen Terminen ausgleichen; wichtig ist die Abgrenzung zum muskulären Schiefhals (Torticollis), den die Kinderärztin mitbeurteilen sollte.

Eine Vorzugsseite fällt Eltern oft beim Stillen oder beim Blick ins Bettchen auf: Der Kopf liegt immer rechts, oder immer links. Dahinter steckt fast immer eine Ursache, die sich behandeln lässt.

Häufige Ursachen

  • Lage vor der Geburt: wenig Platz, Beckenendlage, Zwillinge — der Kopf lag wochenlang gedreht.
  • Geburt: lange Austreibungsphase, Saugglocke, Zange, sehr schnelle Geburt oder Kaiserschnitt — Zug und Druck auf Schädelbasis und Nacken.
  • Muskulärer Schiefhals: ein verkürzter Kopfwendemuskel, manchmal mit tastbarer Verhärtung — das braucht Physiotherapie und kinderärztliche Kontrolle.
  • Gewohnheit: Reize, Fenster, Elternbett — alles Interessante liegt auf einer Seite.

Was wir tun

Sanfte Behandlung von Nacken, Schädelbasis, Brustkorb und Becken, bis der Kopf sich zu beiden Seiten gleich weit drehen und neigen lässt. Dazu Lagerungstipps, Bauchzeit und Reize auf die ungeliebte Seite. Zwei bis vier Termine sind die Regel. Bleibt eine deutliche Asymmetrie oder ist eine Verhärtung im Muskel tastbar, arbeiten wir mit der Kinderärztin zusammen.

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