Wachstumsschmerzen sind ein seltsames Phänomen: Jeder Kinderarzt kennt sie, niemand weiß genau, warum sie entstehen — und sie haben ein klares Muster, an dem man sie erkennt.
Typisch für Wachstumsschmerzen
- beide Beine, Oberschenkel, Waden, Kniekehlen — Muskeln, nicht Gelenke
- abends oder nachts, oft nach einem aktiven Tag; morgens ist alles gut
- das Kind läuft, springt, spielt normal
- zwischen drei und zwölf Jahren, in Schüben über Wochen
Nicht typisch — abklären lassen
- nur ein Bein oder ein Gelenk
- Schwellung, Rötung, Wärme, Hinken
- Schmerz auch tagsüber oder beim Aufwachen
- Fieber, Müdigkeit, Gewichtsverlust
Wenn das Muster passt, ist die Behandlung unspektakulär: Waden und Oberschenkel massieren, Wärme, Dehnen vor dem Schlafen. Wir prüfen zusätzlich Fußstellung, Beinachse und Beweglichkeit — Kinder mit Knick-Senkfüßen oder sehr straffen Waden haben häufiger Beschwerden — und behandeln sanft, wenn dort etwas ist. Wachstumsschmerzen hören von selbst auf. Alles andere gehört zur Kinderärztin.
