Bei Verdauungsbeschwerden landen die meisten irgendwann an einem Punkt, an dem die Untersuchungen unauffällig sind und trotzdem nichts besser wird. Genau da fangen wir an — mit zwei Wegen, die sich ergänzen.
Wichtig gleich vorweg: Wir behandeln keine Darmerkrankungen. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie und alles, was blutet, gehört in gastroenterologische Hand. Was wir machen, liegt daneben.
Woher kommt das?
Die Beweglichkeit der Organe. Bauchorgane müssen sich gegeneinander verschieben können — beim Atmen, beim Bücken, bei jeder Bewegung. Nach Operationen, Entzündungen oder langer Anspannung kann diese Verschieblichkeit leiden. Damit arbeitet die viszerale Osteopathie.
Das Zwerchfell. Es trennt Brust- und Bauchraum und bewegt bei jedem Atemzug alles darunter mit. Wer flach atmet, massiert seine Organe nicht mehr mit.
Die Darmflora. Zusammensetzung, Keimbesiedlung, Darmmilieu — das lässt sich messen, statt es zu vermuten. Genau dafür gibt es die Stuhldiagnostik.
Stress. Darm und Nervensystem hängen direkt zusammen. Das ist keine Küchenpsychologie, sondern gut untersucht. Wer unter Druck steht, verdaut anders.
Was wir uns ansehen
Bei uns läuft jeder Termin in vier Schritten: Anamnese, Untersuchung, Behandlung, Tipps für zu Hause. Erst reden wir ausführlich über dein Anliegen und mögliche Zusammenhänge. Dann untersuchen wir — Körperhaltung, Muskelspannung, Gelenkbeweglichkeit und Kraft. Was wir dabei finden, entscheidet, womit wir arbeiten.
Beim Bauch kommt eine Tastuntersuchung der Organe dazu, dazu Zwerchfell, untere Rippen und die Brustwirbelsäule — von dort kommt die nervale Versorgung der Bauchorgane. Und wir fragen genau nach: Wann kommt es, was hast du davor gegessen, wie sieht der Stuhlgang aus, wie schläfst du.
Was wir machen
- Viszerale Osteopathie — Arbeit an der Beweglichkeit der Bauchorgane und ihrer Aufhängung.
- Zwerchfell und Atmung, meistens der schnellste spürbare Hebel.
- Stuhldiagnostik, wenn der Verdacht auf eine Störung der Darmflora besteht. Mikrobiomanalyse oder Leaky-Gut-Test, mit Befundbesprechung und schriftlichem Plan.
- Blutdiagnostik, wenn Entzündung oder Nährstoffmangel im Spiel sein könnten.
Was du selbst tun kannst
Führ zwei Wochen ein Tagebuch. Was, wann, wie ging es dir danach. Das findet Muster, die im Gespräch untergehen.
Iss langsamer und kau länger. Der unspektakulärste Rat, der bei Blähbauch am häufigsten wirkt.
Beweg dich nach dem Essen. Zehn Minuten Spaziergang schlagen jedes Präparat.
Wann eine ärztliche Abklärung wichtig ist
Geh bitte zuerst in die Arztpraxis, wenn eins davon zutrifft:
- Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
- Ungewollter Gewichtsverlust
- Anhaltendes Fieber
- Nächtliche Schmerzen oder nächtlicher Durchfall, der dich weckt
- Blässe, Müdigkeit und Luftnot — das kann auf eine Blutarmut hinweisen
- Eine Veränderung des Stuhlgangs, die neu ist und länger als drei Wochen anhält, besonders ab 50
- Darmkrebs in der Familie
- Plötzlicher, heftiger Bauchschmerz mit hartem Bauch — das ist ein Notfall











